Aus Dankbarkeit und Demut

Wohl nirgendwo sonst wird man so sensibilisiert für die Geschehnisse und die Not in der Welt wie in der Tourismusbranche. Täglich schicken wir unsere Kunden rund um den Globus und reisen selbst an die entlegensten Orte, um einen Zugang zu Land und Leuten zu bekommen. Wir sollten uns öfter darauf besinnen, wie privilegiert wir sind, dass wir all die Wunder dieser Welt persönlich kennenlernen dürfen.

Wir sind sehr dankbar für alles, was wir haben und sein dürfen. Und geht es im Leben nicht darum, zurückzugeben? Und was wäre, wenn wir unsere Dankbarkeit ausdrücken und an diejenigen zurückgeben, die vom Leben nicht so reich beschenkt wurden wie wir alle? Und so haben wir beschlossen, in unserem Büro-Alltag auf Luxus-Schnickschnack zu verzichten und statt dessen unterschiedliche soziale Projekte zum Wohl von Kindern zu unterstützen:

Mädchenschule Khadigram

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Als (fast reines) Frauenteam sind wir dankbar für unsere Bildung, die uns den Zugang zu Karriere und professioneller Erfüllung geebnet hat. Wir wissen jedoch, dass vielen jungen Frauen in weniger privilegierten Lebenswelten genau dies verwehrt bleibt. Sie haben selten Möglichkeiten, sich zu schulen und können in der Folge kein selbstbestimmtes Leben führen.

Seit vielen Jahren unterstützen wir nun schon das Projekt der "Mädchenschule Khadigram", die von Marianne Frank-Mast, einer wunderbaren, mutigen Frau aus unserer Region, initiiert wurde. Diese Schule bietet eine vierjährige Grundschule für junge indische Mädchen, die aus Familien ohne Kastenzugehörigkeit stammen und denen somit jegliche Bildung verwehrt geblieben wäre. Diese von Spenden finanzierte Schulzeit gibt diesen von der Gesellschaft verstoßenen Mädchen das nötige Rüstzeug, um sie vor einer Zukunft zu bewahren, die ohne Bildung regelrecht grausam wäre.

Und so bereichern zwei indische Mädchen unser Team und wir freuen uns, dass wir ihnen mit unserem Beitrag den Zugang zu Bildung ermöglichen konnten.

Surya Kiran

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Für die einen ist der Himalaya das Dach der Welt mit seiner Faszination der Achttausender. Nepal darin ist eines der kontrastreichsten und faszinierendsten Länder der Welt. Die atemberaubende, endlose Gebirgskette, der undurchdringliche Dschungel des Chitwan Nationalparks mit Panzernashörnern und Tigern und die kulturelle Vielfalt des alten Himalaya Königreichs.
Das Dach ihrer kleinen Welt dort, ist für viele aus Wellblech und mitten auf einer Müllkippe in Kathmandu. Sie leben nicht nur im Müll, sondern auch vom Müll. Durch die Corona-Pandemie hat sich die Lage für die Kinder und ihre Eltern noch zusätzlich verschärft. In Nepal lebt jeder vierte Mensch in extremer Armut. Jedes dritte Kind muss arbeiten – viele von ihnen unter gefährlichen Bedingungen. Aufgrund der schweren Erdbeben im Jahre 2015 waren einige Familien nicht mehr in der Lage, ihre Kinder ausreichend zu versorgen. Manche von ihnen haben kein Zuhause mehr und leben seitdem in Zelten oder eben diesen Wellblechhütten. Bedroht von Kinderarbeit, früher Verheiratung und dem Verkauf in Bordelle nach Indien. Häufig wurden Mädchen gezwungen, ihre Schulausbildung abzubrechen und in einer Fabrik zu arbeiten.
Gaby Krüger war bereits 16-mal in Nepal, zuletzt für zwei Monate im Frühjahr 2020. Seit 1998 organisiert sie Schulpatenschaften an der privaten SDB-Schule in Kathmandu, deren Leiter Anupendra Acharya ist. Die gute Seele vor Ort und Verbündeter, bis Gaby wieder selbst von Deutschland nach Kathmandu reisen darf. Das Erdbeben erweckte besondere Kräfte und den Antrieb noch viel mehr zu tun. "Surya Kiran – ein Sonnenstrahl für Kinder e.V." wurde 2015 zum Leben erweckt. Der Name des Vereins kommt aus dem Sanskrit und setzt sich aus den Wörtern "Sonne" (Surya) und "Strahl" (Kiran) zusammen.

Das erste Kinderhaus wurde im Sommer 2016 mit neun Mädchen eröffnet, inzwischen gibt es zwei Häuser für die Betreuung von insgesamt 29 Mädchen. Zu wissen, dass Mädchen, die aus „Müllfamilien“ kommen und nie die Chance auf Bildung erhalten hätten, eine Zukunft haben, ist Motivation für Gabys Arbeit und das Engagement des Vereins. So kann der Kreislauf der Armut durchbrochen werden, denn zum einen können sie ihre Familien durch ein berufliches Einkommen unterstützen und zum anderen werden ihre Kinder einmal nicht ungebildet sein.

Die Stuttgarter Hilfsorganisation STELP unterstützt Surya Kiran seit Juni 2020 bei der Finanzierung des Betriebs der zwei Kinderhäuser in Kathmandu/Nepal. Ein liebevolles Dach, ihrer eigenen Welt, in der jeder Sonnenstrahl ein Gesicht hat.

Helping Tessy

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Tessy wurde im März 2017 in Douala, Kamerun, unter einer Brücke gefunden. Das einige Tage alte Baby wurde dort abgelegt und seinem Schicksal überlassen. An dem Platz wimmelt es von giftigen Ameisen, bissigen Insekten und Schlangen. Zum Glück wurde das Kind lebend gefunden. Ein Mann brachte es in das Waisenhaus «Nouvelle Destinée». Die bereits dort lebenden Kinder gaben der Kleinen ihren Namen, Tessy. Der Hamburger Sprachwissenschaftler und Fitnesstrainer Marc Ntouda finanzierte die nötige erste medizinische Hilfe für das Baby aus eigener Tasche. Vier Tage lang wich er im Krankenhaus nicht von Tessys Seite und die Idee für einen Verein zur Hilfe entstand. Luft und Liebe allein reichen zum Leben nicht aus. So sehr Pasteur Solange Ndzana, die Leiterin des Waisenhauses, all ihren Schützlingen ein lebenswertes Dasein wünscht und sich mütterlich aufopfert, es fehlt an allem, hier über 7000km von Deutschland entfernt im Osten Afrikas.

Angefangen bei einem sicheren Dach über dem Kopf und Essen und Trinken, über lebenswichtige Impfungen und Medikamente bis hin zur Schulbildung. In einer Atmosphäre in der auch eine Gute-Nacht-Geschichte und das Gefühl von Sicherheit den Abschluss jeden Tages bilden – im Kreise der Waisenhausfamilie oder auch bei den Adoptiveltern. Immerhin bedeutet der Name des Waisenhauses „ein neues Schicksal“. Wir sind stolz, einen kleinen Beitrag für das Wohlergehen und die Bildung von Tessy und ihren "Geschwistern" leisten zu können.

Kinder Jemens in Not e.V.

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Alle zehn Minuten stirbt im Jemen ein Kind aus vermeidbaren Gründen: mangels einfachster, medizinischer Versorgung oder schlichtweg an Hunger. Der Verein „Kinder Jemens in Not“ versorgt z.B. in Mocca bisher 340 Familien mit Lebensmittelpaketen, mit denen eine Familie 4 bis 5 Wochen ernährt werden kann. Tief beeindruckt hat uns auch das Engagement von Frau Dr. Asmahan Ali, die ein Krankenhaus in Taiz unter widrigsten Bedingungen am Leben erhält. Und Frau Dr. Ashwaq Moharram, eine Kinderärztin, die ihre Praxis geschlossen und ihr Auto zu einer mobilen, medizinischen Hoffnung auf vier Rädern gemacht hat. Zwei Frauen, denen ihr eigener Pulsschlag weniger wert ist als der ihrer Mitmenschen. Wir sind stolz, das Team von Kinder Jemens in Not finanziell zu unterstützen - weil es hier um Leben und Tod geht, eine ganze Generation steht hier auf dem Spiel.

Der Bürgerkrieg in Jemen ist die derzeit größte humanitäre Katastrophe der Welt, wir dürfen unsere Augen nicht davor verschließen. Jede noch so kleine Spende hilft (und sie geht zu 100% ins Land, denn alle arbeiten ehrenamtlich) – helft Ihr mit? Ein neues Krankenhaus soll 2019 entstehen und dafür braucht es noch viele gutherzige Menschen, die einen Groschen oder zwei übrig haben.

MABIBI PRIMARY SCHOOL, Südafrika

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Gemeinsam mit den Isibindi Africa Lodges haben wir für die Kinder der Mabibi Primary School in KwaZulu Natal einen Computerraum ausgestattet. Die Kinder haben nun endlich die Möglichkeit, interaktiv zu lernen und ihre Lehrer können sich um ergänzendes Unterrichtmaterial kümmern und zusätzliche Quellen nutzen. Ihr könnt euch vorstellen, wie uns bei den strahlenden afrikanischen Kinderaugen das Herz aufgeht!

THE DUANG PRATEEP FOUNDATION

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Der Verkaufsbüroleiter des FIRST REISEBÜRO Seilnacht in Lörrach, Jürgen Göpfert, gründete vor 14 Jahren einen Förderverein für die thailändische Stiftung Duang Prateep Foundation (DPF) und ging 2013 anlässlich des 15-jährigen Bestehens auf eine 8-tägige Benefiz-Fahrradtour durch Thailand. Diese haben wir von Herzen gerne unterstützt, da mit deren Erlös unter anderem das DPF-Projekt NEUES LEBEN in Kanchanaburi unterstützt wird, wo bedürftigen, in Slums lebenden, oft elternlosen Kindern und Jugendlichen ein sicheres Umfeld ermöglicht wird, in dem sie behütet aufwachsen können.

ORIENTHELFER e.V.

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Die Flüchtlingskrise bewegt uns alle und wir haben eine Organisation gefunden, die dort aktiv ist, wo die Krise ihren Ursprung hat.

Orienthelfer e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der 2012 von dem Kabarettisten Christian „Fonsi“ Springer in München gegründet wurde. Ziel ist unter anderem die humanitäre Unterstützung der Opfer des Syrienkonfliktes. Allein im Libanon befinden sich über eine Million zumeist mittelloser Flüchtlinge.

Nachhaltigkeit, Hilfe zur Selbsthilfe, Direktheit und Schnelligkeit sind die obersten Prinzipien des Vereins. Ebenso garantiert wird, dass die Spenden komplett und unmittelbar bei den Betroffenen ankommen. Alle Vereinsmitglieder arbeiten ehrenamtlich - hier spenden wir gerne, denn Orienthelfer richten ihre Hilfe vor allem an Kinder und Jugendliche!

GERMAN DOCTORS e.V.

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Unser Wunsch die zu unterstützen, die es am Nötigsten brauchen, hat uns auf das Projekt Serabu in Sierra Leone gestoßen. Die traurige Wahrheit ist, dass ein Drittel der Kinder in Sierra Leone nicht ihren 5. Geburtstag erleben, das Land gehört zu den Ärmsten der Welt. Mangelernährung ist die häufigste Todesursache bei Kindern. Um das zu ändern arbeiten deutsche Ärzte unter dem Verein "German Doctors e.V." unentgeltlich und leisten ihren „Dienst“ in ihrem Urlaub im Serabu Community Hospital, dem einzigen Krankenhaus der Region Bumpeh Ngao. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Betreuung von Kleinkindern und Schwangeren und der Ausbildung von qualifiziertem Personal vor Ort.  Wenn unser Beitrag auch nur ein kleiner Funke Hoffnung für die Menschen vor Ort ist, dann haben wir mit unserer Spende einen großen Schritt getan.

Maisha Mazuri Children Centre

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Im Alt- und Mittelhochdeutschen hieß Schenken so viel wie “zu trinken geben”. Klingt für uns menschlich und wie eine Selbstverständlichkeit. Leider nicht überall. Für die Kinder des Maisha Mazuri Children Centre in Kenia zum Beispiel sind unsere Selbstverständlichkeiten (wie etwa der Schulbesuch) ein bedeutendes Geschenk! Derzeit bietet das Zentrum 24 Kindern ein festes zu Hause und unterstützt zusätzlich 59 Kinder der Umgebung in deren Familien. Denn die Kernziele der Organisation - eine stabile Kindheit und der Zugang zur Bildung - sind der Schlüssel zu fairen Chancen!

Mit insgesamt acht eigenen Kindern bei DiaMonde, die zum Glück ein sorgenfreies Leben voller Möglichkeiten führen können, geben wir voller Dankbarkeit etwas zurück an die Welt – zu Gunsten der Chancen für Kinder in Kenia.