Die Bühne der Asimina Suites Momente Frische Morgenluft und leichte Laufschuhe

Sechs Uhr dreißig, frische Morgenluft um die Ohren und leichte Laufschuhe an den Füßen. Gleich übertrumpft die aufgehende Sonne in meinem Rücken die Dächer der Hotels mit Meerblick. Was bin ich nur für ein Glückspilz! Ade 5 Grad November-Nieselregen, Kalimera 25 Grad Badewetter. Weit weg die jüngste Debatte meiner Laufgruppe in Köln zum Thema „winterfeste Bekleidung und Eis-sicheres Schuhwerk“. Eingetauscht gegen die Erinnerungen an den gestrigen Plausch mit Natasa im Restaurant Kymata … Olivenpaste … Halloumi … Brot … griechischer Salat … nebst einem zypriotischen Weißwein, der ein kulinarischer Beweis ist für Zyperns facettenreiches Hinterland. Unser Kellner Ben hatte zufrieden gelächelt, als wir uns über die Köstlichkeiten hergemacht haben. Dieses Lächeln in Verbindung mit der stolzen Präsentation der Tellerchen und Töpfchen … als wäre das alles samt Sonnenuntergang sein Drehbuch und die hölzerne Terrasse in erster Strandlage unsere Bühne.

Dieses entspannte Gefühl des „umsorgt werdens“, es hatte begonnen, sobald wir den Fuß über die Schwelle des Hauses gesetzt hatten: Da war zum Beispiel Thomaeus, eine junge Frau aus Athen, die uns mit engelsgleicher Stimme unsere Suite gezeigt hatte. Jannis, der aus dem Athena Beach angefahren gekommen war, nur um uns zu begrüßen und uns kurzerhand den Rest des Tages freizugeben. Medea, die nach meiner Frage nach einem Bügeleisen eine Stunde später freudig meinen Namen gerufen hatte, als ich in meinen Flip-Flops an der Rezeption vorbei schlenderte. Und da waren all die anderen strahlenden Gesichter, die unseren Seelen ein symbolisches „Du bist hier Willkommen“ zugeflüstert hatten. Das sind die Asimina Suites Momente!

Und wie ich gerade am eigenen Körper spüre, halten diese Momente sehr lange an: kurze Laufhosen und Badewetter von Februar bis November. Ich passiere kleine Buchten mit großem Charakter, muntere Strandcafés mit Entspannungsfaktor und erspähe in ein paar hundert Metern den Yacht-Hafen von Paphos. Der Duft von Seeluft belebt meine Nase und … Duschgel und Rasierwasser. Hä? Griechisches Stimmengemurmel und gut gelaunte „Kalimeras“ dringen an meine Ohren, an Haken und auf einer hölzernen Bank eine Armada von Handtüchern und Sporttaschen. Und mittendrin kommt jemand aus einer der Duschen, den ich kenne. Georgios! „Kalimera“, grinst er und gibt meinem fragenden Gesicht eine Erklärung „mache ich jeden Morgen vor der Arbeit, ist im Wasser genauso warm wie draußen. Musst Du auch mal probieren“ Sagt´s, springt in seinen Anzug und sitzt eine Stunde später mit mir im Konferenzraum.

Das ist der Unterschied: Zyprioten teilen ihre Strandregionen mit Urlaubern, statt sie herzugeben. Zyprioten machen ihre Insel hübsch statt künstliche Entertainment-Areas für Touris zu bauen. Und sie wissen genau, was jemand wie ich an einem solchen Tag als erstes braucht: einen guten, zypriotischen Kaffee!

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